All das Schöne

Der 11. DS-Grundkurs im Pfalztheater

Am frühen Sonntagabend des 11.1.26 um kurz nach sechs trafen wir uns neugierig an der Werkstattbühne des Pfalztheaters. Wir haben uns ein leichtes schweres Stück ausgesucht. Ein Widerspruch, klar! Gerade der Widerspruch hat uns gereizt. Für Jugendliche geeignet, nicht zu lang (90 Minuten ohne Pause), nur 6 Euro Eintritt für uns als SchülerInnengruppe – das klang gut machbar für uns. Außerdem schwärmten Melek, Bona und Frau Sauer von dem Ausschnitt, den sie bei der kostenlosen Eröffnungsgala davon schon gesehen hatten.

Auch die Beschreibung im Programm war ansprechend:

All das Schöne: “ Ein Stück über das Leben – und die kleinen Dinge, die es großartig machen“

Was tust du, wenn jemand, den du liebst, den Lebensmut verliert? Der junge Mann in diesem Stück findet eine unge­wöhnliche Antwort: eine Liste mit all den schönen Dingen auf der Welt. So fängt sie an:

  1. Eiscreme
  2. Wasserschlachten
  3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen
  4. Die Farbe Gelb
  5. Dinge mit Streifen

Er beginnt diese Liste als Siebenjähriger nach dem ersten Suizidversuch seiner Mutter. Er beginnt sie, um ihr zu zeigen, dass das Leben schön ist – auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt. […] Die Liste wird länger, geteilt …

[…] Die Symptome von Depression sind vielfältig – lustig aber sind sie nie. Trotz­dem gelingt es Macmillan [dem Autor], ein außergewöhnlich leichtes Stück darüber zu schreiben.[…]“ (aus https://pfalztheater.de/unsere-stuecke/all-das-schoene/ Zugriff 22.1.26)

Obendrauf haben wir mit viel Aufregung erlebt, was Theater im Unterschied zum Film bedeutet: Die Zuschauer waren nicht nur passiv dabei, sondern entscheidend für jede einzelne Aufführung. Denn einige durften mitspielen! Das war der spannendste Teil: Fragt der Schauspieler auch uns, ob wir eine kleine Nebenrolle übernehmen wollen? Was machen wir dann? Was macht dann der Schauspieler, wenn wir etwas Unerwartetes spielen?

Mutig, wie sie sind, meldeten sich Bona und Ina freiwillig: Bona gab ihre Jacke als kranken Hund her und Ina stoppte die Zeit, bis Bonas Jackenhund eingeschläfert war.

Uns regte der Theaterbesuch jedenfalls so an, dass wir ein kleines Projekt daraus machen wollen. Die Theatervermittlerin Franziska Geyer half uns bereits am darauf folgenden Mittwoch im Unterricht, erste Ideen und Versuche auszuprobieren. Mal sehen, was wir verwirklichen können. Seid schon mal gespannt.

Der 11. Darstellenes Spiel-Grundkurs mit Frau Sauer