Bloßgestellt im Netz: Cybermobbing und Sexting

Am Mittwoch, den 4. Juni 2014, fand um 19.00 Uhr in der Aula der BvonA ein Informationsabend zum Thema Cybermobbing und Sexting statt. Unter dem Titel „Bloßgestellt im Netz – Cybermobbing und Sexting: kein Kavaliersdelikt“ referierte Stefan Mayr, freier Mitarbeiter bei „medien+bildung“, Ludwigshafen, zu folgenden Themen:

  • Umgang mit den neuen Medien und deren Auswirkungen

  • Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte inkl. das Recht am eigenen Bild

  • Medienerziehung

  • Cybermobbing und Sexting

  • Präventions- und Interventionsmaßnahmen — Grenzen setzen

Das Internet hat zweifellos ungeahnte Möglichkeiten erschaffen, sicherlich auch viele positive. Allerdings birgt es auch Risiken, nicht zuletzt, weil allzu viele Nutzer zu sorglos damit umgehen. Bei einem Vortragsabend an der BvonA waren sowohl Eltern als auch Schüler und Lehrer angesprochen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Eingeladen hatten der Schulelternbeirat, das Präventionsteam und die Schulsozialarbeit der Schule. Als Referent hatte man Stefan Mayr gewinnen können, einen freien Mitarbeiter bei medien+bildung in Ludwigshafen. Knapp hundert Eltern, Lehrer, Schülerinnen und Schüler kamen, um seinen Ausführungen zuzuhören und sich seine informativen Videoclips anzusehen, mit denen er seinen Vortrag auflockerte.

Eines seiner Themen lautete: Wissen Eltern, was ihre Kinder tun? Die heutige Elterngeneration hatte in Kindheitstagen weder Internet noch Smartphone, fast 100 Prozent der Kinder heute besitzen eines. Ab welchem Alter ist es vernünftig, muss es überhaupt sein? Und müssen Eltern die Aktivitäten ihrer Kinder im Netz kontrollieren, sollten sie wissen, was da vor sich geht?

Mayr sprach sich nicht für eine totale Kontrolle aus, er plädierte vielmehr dafür, dass man die Kinder darin unterstützt, einen sinnvollen Umgang zu erlernen. Denn das ist das andere große Thema: Wissen Kinder, was sie tun? „Jeder Mensch hat das Recht an seinem eigenen Bild.“ Was heißt das konkret für Kinder und Jugendliche, die sicher eine Vorstellung davon haben, was Privatsphäre ist, im Netz aber Tür und Tor offen lassen, sprich nachlässig im eigenen Verhalten oder schlicht bei Sicherheitseinstellungen sind?

Mayr stellte diverse Möglichkeiten vor, wie das Internet für unlautere Zwecke missbraucht wird, sprach über verschiedene Formen von Gewalt, von Cybermobbing über Hassgruppen in Netzwerken und Sexting, und gab Ratschläge, wie Betroffene darauf reagieren, damit umgehen können. Die anschließende Diskussionsrunde markierte den Endpunkt dieser Veranstaltung – zeigte aber auch auf, wie komplex die Problematik rund ums Internet ist.