Schreien, Bierdosen und auf das Lehrerpult Springen: Theater im Klassenzimmer der 7c am 20. Mai 2022, 5. und 6. Std.

Schreien, Bierdosen und auf das Lehrerpult Springen:

Theater im Klassenzimmer der 7c am 20. Mai 2022, 5. und 6. Std.

 

Aber nicht der ganz normale Schulwahnsinn, sondern professionell gemacht, also von einem echten Schauspieler, der ein Stück spielte. Und zwar:

 

„Deine Helden – meine Träume“ von Karen Köhler   

 

Schüler*innen aus der 7c sagen danach dazu:

“Lustig! Und ich fand es auch gut, dass der Schauspieler unsere Klasse in das Stück miteinbezogen hat.

Auch das realistische Spielen fand ich sehr gut, dass er reingekommen ist und direkt gespielt hat und nicht erst sich vorgestellt hat. Das hat es realistischer gemacht.

Nicht so gut finde ich, dass es manchmal etwas zu krass war.“

 

„Ich fand es sehr witzig, dass der Schauspieler mit uns während der Vorführung geredet hat, z. B. Uns gefragt hat, was wir dazu denken oder dass einer mal aufstehen soll, damit er uns mit ihm etwas vom Boxen zeigen kann.

Der Schauspieler war zwischendrin sehr laut und er stand halt immer zwischen uns Schülern, dadurch war es umso lauter. Aber ich kann mich echt nicht beschweren. Das mit der Lautstärke ist nur eine Kleinigkeit.“

 

„Die Geschichte war unterhaltend, aber der Schauspieler hat laut geschrien.“

 

„Es war gut, als er rumgebrüllt hat wie ein Irrer.“

 

„Das Theater hat mir gefallen. Mir fällt nichts Schlechtes darüber ein.“

 

„Klick und zack, klick und zack .“[So wurde Dosenbier abgepumpt bei den jungen Nazis, Anmerkung von SG]

 

„Er hat mit Wasser rumgespritzt und gegen die Wand gepinkelt.“ [nur gespielt, A. v. SG]

 

„Es gibt keine Momente, die mir nicht gefallen haben. Am besten fand ich die Stelle, wo Böhze Onkels gelaufen ist, und die Stelle , wo er Batman sein wollte.“

 

Das Pfalztheater schreibt als Information zu dem Stück:

 

„Jonas Brandt kommt in sein altes Klassenzimmer. Er ist die Nacht durchgefahren, ein wiederkehrender Albtraum lässt ihn nicht schlafen und treibt ihn zurück in die Heimat. Damals kam die Polizei in die Schule und wollte wissen, ob jemand etwas über das Verbrechen an Mo zu berichten habe. Jonas hätte berichten können. Er war dabei gewesen. Aber er hat nichts erzählt. Er ist einfach abgehauen.

Jonas holt aus und sucht den Punkt, an dem seine Schuld ihren Ursprung hatte. Im Boxklub lernt Jonas seinen besten Freund kennen: Mo, eigentlich Mohammed – wie Mohammed Ali. Eine Zeit lang gibt es für Jonas außer Boxen und der Freundschaft zu Mo nicht viel.[…]

Boxen und Mo, das sind die verlässlichen Pfeiler seiner Jugend, bis Jessica und ihr Bruder Heiko in sein Leben treten: Heiko nimmt ihn in seinem Auto mit zu Lagerfeuern und Konzerten, in bierreichen Nächten ist Jonas ganz elektrisiert von dem Gefühl, endlich einer Gruppe anzugehören. Dass Heiko und seine Freunde Mo als Ausländer beschimpfen, hat für Jonas keine Bedeutung. […]  Immer tiefer wird Jonas durch Heiko und seine Clique in deren  Netzwerk […] gezogen. Bis Jonas eines Abends sieht, dass […]
Karen Köhler hat für dieses Stück Jugendliche aus Weimar zu ihren Träumen und ihren Helden befragt. Entstanden ist so ein kluges, realitätsnahes Stück, das eine Geschichte erzählt, die genau so hätte stattfinden können – wenn ein Traum zum Albtraum wird.“

 

Für nur 3,20 Euro pro SchülerIn! Mit:Lukas HuberInszenierung: Harald Demmer